Mein Caminho Portugues

camino portugues

Vor genau einem Jahr war ich, Elke, auf dem Caminho Portugues unterwegs und erreichte am 1. Juni Santiago de Compostela. Was für eine aufregende Zeit, welche Erlebnisse und Begegnungen hat mir dieser Weg gebracht?

Ich habe die Bilder und Eindrücke immer wieder in meinem Kopf – bin in Gedanken mal wieder auf einem Teil des Weges, an einem bestimmten Ort.

Das beschäftigt mich gerade sehr, weswegen ich in den nächsten Tagen meine Erfahrungen mit euch teilen möchte.

Ohne bestimmte Erwartungen bin ich losgegangen, einzig die Sorge, ob meine „Atmung“ mit macht. Wie sich heraus stellte, war mein Rucksack prima gepackt und gut zu tragen, meine Atmung war fantastisch, was sicherlich auch mit der wunderbaren Atlantikluft zu tun hatte. Einzig meine Füße beklagten sich. Meine Wanderschuhe machten den Eindruck, als liefe ich in Pantoffeln, zumindest zuhause. Schon in Porto kündigte sich eine kleine Blase am Fuß an und sie war bemüht, immer mehr Raum einzunehmen. Trotz Fußpflege, Massage und Hirschtalg ließ sie sich nicht aufhalten und zeigte am 2. Tag schon ihre unbegrenzten Möglichkeiten auf.

Aber der Reihe nach:

Recht spontan setzte ich meinen Plan, der schon einige Jahre in meinem Kopf schwirrte, um und flog nach Porto, der wunderbaren Stadt am Douro. Mein Hotel zu Füßen der Kathedrale lag optimal und ich hatte mir anderthalb Tage Zeit für Porto reserviert. Eine prima Idee, die Stadt ist fantastisch. Es gibt tolle Straßen – Rua das Flores, meine Lieblingsstraße –  schöne Cafés, den wunderbaren Fluss mit seinen Fischrestaurants und schönen Plätzen, Portwein und ganz viel Leichtigkeit und Lebendigkeit, die sofort Besitz von mir ergriffen. Mit der alten Straßenbahn, der Eléctrico fuhr ich für 2,50 Euro zum Meer. Ein Muss für jeden Besucher. Sie ist die älteste Tram auf der iberischen Halbinsel, aus Holz und fährt entweder in der Stadtmitte ab oder direkt am Douro entlang. Der Atlantik zeigte mir sofort seine Kraft, die Wellen schlugen hart und hoch gegen die Kaimauer und es war mir an diesem Tag unmöglich, nah ans Wasser zu gelangen. Auf diese Weise hatte ich einen schönen Abschnitt des Caminho erkundet und war gut eingestimmt auf die erste Etappe, ausschließlich per pedes.

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